Der Tee als besonders wohltuendes Getränk für Körper, Geist und Seele genießt nicht nur in seiner Heimat Asien hohe Wertschätzung. Als Heimat der gedeihenden Teepflanze aus der botanischen Familie der Teestrauchgewächse gilt China. Sie wird dort schon seit Tausenden von Jahren angebaut, um Tee darauss herzustellen - und zwar lange Zeit nur schwarzen. Die neue Variante der Verarbeitung zu Grünem Tee dürfte erst sehr viel später um 600 v. Chr. entstanden sein.
Obwohl oft generell mit Tee gleich gesetzt, ist Schwarzer Tee lediglich eine bestimmte Art davon und es verbirgt sich hinter diesem Begriff auch ein spezielles Herstellungsverfahren, bei der dieser Tee (anders als zum Beispiel Gründer Tee) seine dunkle Farbe erhält. Die Teeblätter werden nach der Ernte in Weidenkörben geschüttelt, wobei die Zellsäfte mit dem Sauerstoff der Luft stärker in Berührung kommen und durch die Selbsterhitzung eine Fermentation besitzen.
Dieser Prozess wird beim Schwarzen Tee nicht gestoppt und kann vollständig ablaufen. Bei der Fermentation entwickelt sich der typische Geschmack von Schwarzem Tee, während er die dunkle Farbe erst bei der anschließenden Trocknung in einem Heißlufttrockner erhält. Als besonders fein gelten die Schwarzen Tees aus Nordindien (Darjeeling und Assam), Sri Lanka und teilweise aus China.
Schwarzer Tee fermentiert in Selbsterhitzung bis 40 °C und verfärbt sich bei der anschließenden Trocknung. Erst bei der Fermentation bilden sich ätherische Öle, oxidiert das Tannin zu den erwünschten Gerbstoffgraden. Jahrhundertelang wurde auch in Europa Grüner Tee getrunken, erst im 19. Jh. kam der Schwarztee auf. Schwarzer Tee kann cholesterinspiegelsenkend, aber vor allem belebend wirken.